#31: „Frauenfragen“: Folge 31 mit Thomas Schäfer-Elmayer

Immer wieder werde ich gefragt, welche Wunschgäste ich für den „Frauenfragen“-Podcast habe. Neben Volksmusiker Andreas Gabalier würde ich wirklich gerne mal den Papst auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit abklopfen. Immerhin hinkt die katholische Kirche in vielen Belangen dem Fortschritt hinterher und es gäbe einiges zu diskutieren. Weil die Telefonleitungen im Vatikan jedoch ständig besetzt sind, habe ich mich nach einem anderen Papst umgeschaut und tatsächlich einen gefunden: Benimm-Papst Thomas Schäfer-Elmayer.

Mit Aufnahmegerät, Prosecco und Frauenpower-Tee bestückt, besuche ich den 76-Jährigen also in seiner Tanzschule Elmayer im 1. Bezirk in Wien und begehe gleich mal einen Benimm-Faux-Pas. „Können wir eh Du sagen?“, frage ich forsch und lerne daraufhin so einiges über Anstand und Etikette. Zum Beispiel, dass man als Mann beim Türe aufhalten auch mal voraus gehen kann. Je nachdem, in welche Richtung die Tür aufgeht. Außerdem erfahre ich, warum Schäfer-Elmayer trotz seines hohen Alters kaum Zeit für seine Enkelkinder hat, was er im Leben bereut und warum er meint „Frauen sind in Unternehmen als Sekretärinnen und Assistentinnen extrem wichtig.“

FRAUENFRAGEN STELLT VOR:

Thomas Schäfer-Elmayer ist 76 Jahre alt und, nicht nur aufgrund seines Berufes als sogenannter Benimm-Papst, ein klassischer Gentleman. Auch optisch verkörpert er diese Rolle perfekt: Weiß-graues Haar, schlanke Figur, stilvolle Kleidung. Der gebürtige Salzburger hat aus erster Ehe zwei erwachsene Kinder und lebt seit vielen Jahren in einer Partnerschaft mit einer erfolgreichen Coachin. Vor seiner Karriere als Tanzschullehrer war er als Manager in der Metallbranche tätig. Außerdem ist er bekannt als Leiter der Opernball-Eröffnungen und von seiner Jury-Tätigkeit in der ORF-Tanzsendung „Dancing Stars“. Schäfer-Elmayer ist Autor mehrerer Bücher zu den Themen „Etikette, Anstand und gutes Benehmen“ und Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.

„Frauenfragen – Der Podcast mit Mari Lang“ ist unabhängig. Damit das weiterhin so bleiben kann, bitte ich dich um eine kleine finanzielle Unterstützung. Denn auch qualitativ hochwertige Arbeit im Netz sollte ihren Wert haben. Und feministische sowieso!

Unterstützen

Kommentare

  • Johanna

    Vielen Dank! Wunderbares Gespräch. Ich traue manchen Menschen viel mehr Reflektiertheit zu und bin dann ganz erstaunt, dass es eben ganz und gar nicht so ist. Wie schön, dass Gesprächspartner und Zuhörende so viel dabei lernen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

4 + siebzehn =