#26: „Frauenfragen“: Folge 26 mit Artur Worseg

Was haben ein Zahnarztbesuch und eine Nasenkorrektur gemeinsam? Das habe ich herausgefunden, als ich vor einigen Jahren beim Zahnarzt war, um mir einen Weisheitszahn ziehen zu lassen. Gleich vorweg: Es war sehr schmerzhaft. Was aber fast noch schmerzhafter war, war das Gespräch davor. Denn der Arzt hat mich allen Ernstes, nachdem er mir zuerst erklärt hat, wie er gleich mit Bohrer und Säge in meinem Kiefer rumhantieren wird, gefragt, ob ich mir schon mal die Nase gebrochen hatte. Weil, wenn er schon das chirurgische Werkzeug auspackt, kann er ja auch gleich meine Nase korrigieren. Wie praktisch! Wie man sich vorstellen kann, stand mir danach mein Mund vor Verblüffung sehr weit offen, was wiederum für das Ziehen des Weisheitszahns äußerst dienlich war. Vielleicht war es also auch nur ein cleverer Trick…

An diese Geschichte musste ich denken, als ich vor kurzem Österreichs prominentestem Schönheitschirurgen Artur Worseg beim „Frauenfragen“-Gespräch gegenüber saß. Nachdem er aber schon in seinem Buch „Deine Nase kann nichts dafür“ schreibt, dass er Menschen eher von Schönheitsoperationen abrät, als sie dazu zu drängen, habe ich mir von ihm zumindest keine so indiskreten Aussagen zu meinem Aussehen erwartet. An meiner Nase (die ja wirklich nichts dafür kann!) hatte er tatsächlich nichts zu meckern. An meinen Fragen, die ihn mehrmals zu einem: „Mari du stellst mir Fragen“ samt Kopfschütteln veranlassten, hingegen schon.

Was der 62-jährige Promi-Arzt also zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, seiner früheren Rolle als alleinerziehender Vater und dem Feminismus im Allgemeinen zu sagen hat („Ich hab immer gedacht, dass Feministinnen so militant sind!“), kann man in der 26. Folge von „Frauenfragen“ nachhören.

FRAUENFRAGEN STELLT VOR:

Arthur Worseg ist 62 Jahre alt. Er ist schlank, sportlich und hat grau-meliertes Haar. Er ist mit einer erfolgreichen Zahnärztin verheiratet und hat drei Kinder: Einen 16-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung und zwei kleine Töchter. Der gebürtige Kärntner war früher Gastwirt und hat relativ spät zur Medizin gefunden. Er ist Facharzt für Plastische Chirurgie und hat sich als Promi-Schönheitschirurg einen Namen gemacht. Außerdem hat er jahrelang vor laufender Kamera fürs Privatfernsehen operiert und ein kritisches Buch über den Schönheitswahn geschrieben.

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