#24: „Frauenfragen“: Folge 24 mit Alfred Dorfer

Alfred Dorfer kannte ich aus dem Audimax der Wiener Hauptuniversität, wo er immer wieder als Kabarettist auf der Bühne steht. Ich kannte ihn als Oberprolet mit rotem Sportwagen aus der Serie „MA2412“ und als versierter Polit-Satiriker aus der Sendung „Dorfers Donnerstalk“. Ich wusste, der Mann hat Schmäh und ist nicht auf den Mund gefallen. Was ich jedoch nicht wusste ist, dass er durch und durch ein Feminist ist – für mich einer der größten der bisherigen „Frauenfragen“-Folgen. Aber darum geht’s im Grunde ja gar nicht. Um den – Verzeihung – „Schwanzvergleich“ in Bezug auf den Feminismus. Es geht um die innere Haltung, um’s Tun, wie es auch der 60-Jährige in unserem Gespräch formuliert: „Ich bin absolut ein Feminist. Für mich bedeutet das aber handeln und nicht quatschen.“

Gequatscht haben wir trotzdem über einiges. Einiges Interessantes. So hat mir der erfolgreiche Schauspieler etwa erzählt, wie er die Vaterschaft Anfang der 90er Jahre erlebt hat, dass er „in der Bubengruppe das Gespött“ war, weil er lieber seinen Sohn vom Kindergarten abgeholt, als mit Freunden Billard gespielt hat. Dass er in einer von berufstätigen Frauen dominierten Familie aufgewachsen ist und gendern für ihn schon als Kind absolut normal war, und dass „der knackigste Arsch einer 30-Jährigen die Qualität eines Gesichts einer Mitte 50- oder 60-Jährigen nicht wettmachen kann“. Das alles und mehr gibt’s in der 24. Folge von „Frauenfragen“, in der Alfred Dorfer zum Schluss fast noch ein Stück Seife gegessen hätte. Mahlzeit!

FRAUENFRAGEN STELLT VOR:

Alfred Dorfer ist 60 Jahre alt. Er ist mittelgroß, schlank und mit dem, für Männer in seinem Alter, typischen Bauchansatz. Er hat einen erwachsenen Sohn aus erster Ehe und ist zwei Mal verheiratet. Von Berufs wegen ist er Kabarettist und zählt als solcher zu den erfolgreichsten in Österreich. Als Schauspieler ist er 1993 mit der Hauptrolle im Film „Indien“ auch über die Lande hinaus bekannt geworden. Zahlreiche Engagements in heimischen Filmproduktionen folgten. Dorfer schreibt außerdem regelmäßig Kolumnen für Zeitungen und Magazine und ist Doktor der Philosophie.

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