#12: „Frauenfragen“: Folge 12 mit Richard Lugner

Richard Lugner kannte ich bisher nur aus den Medien, und da konnte ich mir ein recht gutes Bild von dem ehemaligen Baumeister, Opernballkönig und Society-Löwen machen. Dieses Bild hatte viel mit seinen Frauen zu tun, denen er Tiernamen wie „Zebra“, „Katzi“, „Spatzi“,“Bambi“ oder „Mausi“ gab. Private Reibereien und generell sehr vieles, das andere eher unter Verschluss halten, hat Lugner in der Öffentlichkeit ausgetragen.

Ich gebe zu, ich ging also nicht ganz vorurteilsfrei in unser „Frauenfragen“-Gespräch. Aber es interessiert mich, was ein Mann, der mein Großvater sein könnte und beim Thema Gleichberechtigung bisher nicht unbedingt positiv aufgefallen ist, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sonstigen typischen Frauenfragen zu sagen hat. Ich wollte herausfinden, wie Richard Lugner, der in den Nachkriegsjahren aufgewachsen ist und dessen erste Ehefrau ihn noch um Erlaubnis bitten musste, als sie arbeiten gehen wollte, zu seinem Rollenverständnis gekommen ist und was ihn geprägt hat.

Zumindest eine Annäherung ist mir in der knappen Stunde, die ich im Büro des Einkaufszentrum-Betreibers gesessen bin, gelungen. In der 12. Ausgabe von „Frauenfragen“ geht es also um operierte Brüste, Prostatakrebs und wie sich dieser auf die Männlichkeit auswirkt. Und ich lerne, dass man die Aussage „Männer und Frauen sind von Natur aus verschieden“ in unendlichen Varianten widergeben kann.

FRAUENFRAGEN STELLT VOR:

Richard Lugner ist 88 Jahre alt. Eher klein von der Statur und mit recht markanten Tränensäcken, die fast schon so etwas wie ein Markenzeichen sind. Durch sein verschmitztes Lächeln hat er, trotz fortgeschrittenen Alters, eine gewisse jugendliche Ausstrahlung. Der gebürtige Wiener hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe, eine außereheliche Tochter sowie eine Tochter aus vierter Ehe mit Christina „Mausi“ Lugner. Er war insgesamt fünf Mal verheiratet. Lugner wurde als Baumeister bekannt, ist erfolgreicher Unternehmer, Opernballkönig und Reality-TV-Star und kandidierte zwei Mal für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten

„Frauenfragen – Der Podcast mit Mari Lang“ ist unabhängig. Damit das weiterhin so bleiben kann, bitte ich dich um eine kleine finanzielle Unterstützung. Denn auch qualitativ hochwertige Arbeit im Netz sollte ihren Wert haben. Und feministische sowieso!

Unterstützen

Kommentare

  • Iris A.

    Liebe Mari Lang!
    Mit Interesse höre ich Ihre Podcastreihe. Beim Gespräch mit Herrn Lugner ist mir stark aufgefallen, dass Sie beide sich in sehr unterschiedlichen Wahrnehmungen befinden und ich habe den Eindruck, dass Herr Lugner nicht immer genau verstanden hat, welches Anliegen hinter Ihren Fragen steckt. Andersherum finde ich es schade, dass Sie in Ihren Fragen nicht mehr auf seine Ebene eingegangen sind, denn es scheint mir offensichtlich, dass er sich vor allem als Geschäftsmann sieht. Und als solchen hätte ich ihn dann einfach nach seiner Expertise gefragt; und zwar, welche Voraussetzungen es zum Beispiel für ihn als Chef bräuchte, um Väterkarenzen als normal zu erleben. So wie es jetzt ist, besteht anscheinend eine Hürde und da wäre seine Sicht als Unternehmer gefragt, um auszuloten, welche Hilfestellungen Betriebe bräuchten. Aus meiner Sicht war das leider eine vergebene Chance, das Thema einmal aus der wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten – ganz unabhängig von der persönlichen Meinung des Interviewten.
    Liebe Grüße, Iris A.

    • Mari Lang

      Liebe Iris A.,
      herzlichen Dank für Ihr Feedback. Sie haben Recht, das wäre sicherlich auch nochmal eine spannende Perspektive gewesen. Aus meiner Wahrnehmung habe ich ein paar Mal versucht auch die wirtschaftlichen Aspekte einzubringen und Herrn Lugner dazu zu befragen, aber vielleicht hätte es mehr sein können. Danke für diese Anregung.
      Ich freue mich, wenn Sie den Podcast weiterhin gerne hören!
      Liebe Grüße Mari Lang

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vier × drei =