#2: “Frauenfragen”: Folge 2 mit Ali Mahlodji

Das Foto wurde im Sommer 2020 aufgenommen, als die Corona-Situation halbwegs entspannt war.

Über Ali Mahlodji bin ich gestolpert, als ich irgendwas zum Thema “Feminismus” recherchiert hab. Plötzlich ist auf meinem Laptop sein Foto aufgetaucht – ein sympathisch aussehender Mann mit Glatze und Vollbart, der ein T-Shirt mit der Aufschrift “Female Future Force” trägt. Nachdem Feminismus längst im Mainstream angekommen ist und wie die fette Goldkette als IT-Accessoires getragen werden kann, ist ein Feministen-Leiberl per se ja mal nix Außergewöhnliches. Doch warum verwendet Ali Mahlodji das Foto mit dem “Frauen-T-Shirt” sogar auf seiner Website und diversen Social Media Kanälen als Profilbild? Was will er damit aussagen? Was genau steckt da dahinter? Das wollte ich herausfinden, und so hab ich dem umtriebigen Unternehmer im Frühling ein Email mit einer Interviewanfrage geschickt. Binnen Sekunden kam die Antwort – eine automatische Abwesenheitsnotiz:

„Liebe Wegbegleiter, liebe Freunde, Meine Frau und ich haben beschlossen, dass unsere Tochter in einem Haushalt aufwachsen soll, in dem sowohl Vater als auch Mutter sich um das Kind kümmern und zwar zu gleichen Teilen. Heute bin ich dran, und da ich ganz für meine Tochter da sein will, werde ich keine Emails beantworten.”

Diese Zeilen haben mich überrascht. Und, als ich in meinem Bekanntenkreis davon erzählt hab, gabs recht heftige Diskussionen. Sätze wie: “Warum muss man es als Mann so betonen, dass man sich ums Kind kümmert?”, “Wem will er damit etwas beweisen?” und “Der will sich doch nur wichtig machen” kamen vor allem von Männern. Ähnliches hat auch Ali Mahlodji direkt zu hören bekommen, als er auf der Social Media Plattform “LinkedIn” seine Abwesenheitsnotiz veröffentlichte. Der gebürtige Iraner, der vor Jahren in der Lederhose auf die Wichtigkeit von Bildung hingewiesen hat, arbeitet gerne mit Irritation. Warum, erzählt er mir in der 2. Folge von “Frauenfragen”. Außerdem berichtet er, wie er es schafft den Alltag mit kleinem Kind und forderndem Job unter einen Hut zu bringen und warum er sich im ersten Lockdown jede Menge Körperpflegeprodukte gekauft hat.

FRAUENFRAGEN STELLT VOR:

Ali Mahlodji ist 39 Jahre alt. Ein eher kleingewachsener Mann mit Glatze und Bart. Was sofort auffällt sind sein sympathisches Lächeln und seine weißen Sneakers. Der gebürtige Iraner ist verheiratet und Vater einer kleinen Tochter. Vor zehn Jahren hat er die Berufsorientierungsplattform “watchado” gegründet, arbeitet als Keynotespeaker zu Themen wie Bildung und Arbeitsmarkt, Achtsamkeit, Innovation, u.v.m. , als Investor, Berater und Autor. Außerdem ist Ali Mahlodji EU-Jugendbotschafter.

4 Antworten auf „#2: “Frauenfragen”: Folge 2 mit Ali Mahlodji“

  1. Liebe Frau Mari Lang, Lieber Herr Ali Mahlodji
    Meine älteste Tochter Therese hat mir den Beitrag geschickt. Habe entspannt und amüsiert zugehört.
    Ich bin mir sicher, daß viele Männer in Ihren Gefühlen dadurch bestärkt werden und die
    Herausforderungen im Familienleben mit mehr Präsenz den Alltag meistern. Geben und Nehmen auf allen Ebenen des Lebens.Es soll immer ein Ausgleich geschaffen werden damit die Wertschätzung der Taten überall ankommt.
    Selbst haben wir 3 Töchter und schon während den Schwangerschaften war uns immer klar daß wir gemeinsam alles teilen, Liebe Freude, Glück, Leid, Bett, Schkaf, Kinder, Kochen, Putzen, Waschen, Reisen, Tanzen Geschichten Erzählen, Musik hören, wirklich alles teilen und organisieren und vor allem über alles nüchtern reden.
    Ja, ich denke das war ein wichtiger Beitrag für die wachsende Gesellschaft, die Frau braucht die volle Unterstützung des Partners damit auch Sie wachsen und sich weiterentwickeln darf..Ich lobe meinen Mann, wir sind seit 27 Jahren glücklich verheiratet, wir begleiten 3 Töchter zum Erwachsen werden, trotz der 3 Kinder konnte ich meiner Berufung nachgehen
    und musste öfters für 3 Wochen beruflich das Nest verlassen, doch mein geliebter Mann und Vater unserer Kinder hat alle Aufgaben übernommen, Schule ,Kindergarten, Geburtstagsfeste organisieren, Kinder in die Tanzwerkstatt bringen kochen aufräumen….
    Das Beste: die selbst erfundenen Gutenachtgeschichten und das alles neben einem 40 Stunden Arbeitstag.
    Alles genährt von Zuwendung und Liebe
    Die Töchter lieben ihren Vater, es sind besonders tiefe Bindungen entstanden.
    Ja, Vertrauen ist notwendig und alles in Ruhe aussprechen, es ist die reine Kommunikation.
    Ich bedanke mich für ihren Beitag- Mut für die Frauen- Mut für die Männer- Mut für die Menschen, das zu tun und gemeinsam zu wachsen
    Herzliche Grüße

  2. Danke für diesen genialen Podcast, wirklich fantastisch, die Fragen & Interviewführung von Mari und natürlich auch die Gäste. Werde ich in meinem Netzwerk spreaden. Ich bin selbst auch Selbstständig mit 3 kleinen kids & die meisten denken automatisch, wenn ich sie selbst vom Kindergarten abhole, dass ich Hausfrau sei. Bei einem Vater würde das wohl niemand vermuten?! 😉 LG, Theresa

    1. Liebe Theresa,
      danke für dein schönes Feedback, und danke auf fürs Weiterempfehlen in deinem Netzwerk. Ich freue mich, wenn du weiterhin zuhörst. Alles Gute für deine Selbständigkeit! Ich hab bei dir reingeschaut – schaut super aus, was du machst. LG Mari

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