Frauenfragen: Die Analyse #2 mit Elisabeth Oberzaucher

Geht es um die Gleichstellung von Männern und Frauen, wird oft mit der Biologie argumentiert. Sätze wie “Das Kind braucht die Mutter mehr als den Vater” oder “Frauen sind halt genauer und ordentlicher”, wenn es etwa um die Hausarbeit geht, hört man immer wieder. Und auch in der 1. Staffel von “Frauenfragen” hat so mancher Mann Argumente dieser Art vorgebracht, um sein Verhalten zu begründen oder zu rechtfertigen.

Aber was ist da wirklich dran? Wieviel gibt die Natur vor und wieviel haben wir als soziale, kulturelle und geistige Wesen selbst in der Hand? Gibt es so etwas wie typisch männlich und typisch weiblich? Was passiert hormonell mit Männern, die viel Zeit mit ihren Kindern verbringen? Und was können wir uns in Sachen Gleichberechtigung vielleicht sogar aus dem Tierreich abschauen? Diese und andere Fragen versuche ich mit der Verhaltensbiologin Elisabeth Oberzaucher im 2. “Frauenfragen”-Analyse-Gespräch zu klären.

FRAUENFRAGEN STELLT VOR:

Elisabeth Oberzaucher hat Zoologie und Anthropologie an den Universitäten Wien und Würzburg studiert und forscht und lehrt seit 20 Jahren an der Fakultät für Lebenswissenschaften an der Uni Wien. Sie leitet das Forschungsinstitut Urban Human, ist Vizepräsidentin der “International Society for Human Ethology” und Mitglied der Wissenschaftskabarett-Truppe „Science Busters“. In ihrer Forschung beschäftigt sich die gebürtige Kärntnerin mit nonverbaler Kommunikation, evolutionärer Ästhetik, Mensch-Umwelt-Interaktion bis hin zu evolutionären Gender Studies. Sie gibt eine Fachzeitschrift heraus, ist Buchautorin und wurde schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Ig-Nobelpreis, dem Anti-Nobelpreis für Mathematik, der ihr in Harvard verliehen wurde. Elisabeth Oberzaucher lebt in Wien.

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